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Die 7 wichtigsten Lektionen für Immobilien-Anfänger

 

Wir wollen Dir das Leben und den Start mit Immobilien einfacher machen und geben Dir 7 wichtige Lektionen mit auf den Weg!


1. Don't take advice from unhappy broke people

Nimm keine Ratschläge von unglücklichen, bankrotten Menschen an. Dieser Ratschlag kommt vom Rich Dad persönlich. Und ich halte ihn für sehr wahr. Alle Menschen geben uns gerne Ratschläge. Auch, wenn sie sich mit einem Thema vielleicht gar nicht so gut auskennen. "Du willst in Immobilien investieren? Das ist doch viel zu riskant und teuer! Was ist mit Mietnomaden?" Oder auch: "Du willst eine Immobilie vermieten und hast noch nichtmal ein Eigenheim? Fang doch erstmal damit an!".

Achte darauf, WER Dir Ratschläge gibt. Ist es ein erfolgreicher Immobilien-Investor? Dann solltest Du es ernst nehmen! Ist es jemand aus Deinem Freundeskreis oder ein Arbeitskollege, der selbst höchstens ein Eigenheim besitzt und etwas in der Zeitung gelesen hat? Ein 9-5 Job im Hamsterrad macht?

Dann hinterfrage die Ratschläge kritisch für Dich. Bilde Dir Deine eigene Meinung, indem Du Dich weiterbildest. Mit diesem Blog bist Du bereits auf dem richtigen Weg :-) Um es kurz zu sagen: Wie will Dir jemand etwas über Geld und Reichtum beibringen, der selbst nicht reich ist?


2. "Perfekt" gibt es nicht!

Das gilt für den Zeitpunkt, eine Immobilie zu kaufen, für die Immobilie selbst sowie für Dein Wissensstand!

Verabschiede Dich davon, es perfekt und exakt machen zu wollen. Es ist am Ende IMMER ein Kompromiss, und zwar bei allen drei Elementen! Ich kenne Menschen, die sich seit langer Zeit intensiv mit Immobilien beschäftigen, zig Objekte anschauen und analysieren. Aber gekauft haben sie bisher keine einzige.

Sie finden immer wieder das Haar in der Suppe. Und ja, das Haar gibt es auch. Aber das gehört dazu. Ich habe bisher kein einziges Objekt gefunden, bei dem es nicht irgendeinen Kompromiss einzugehen gab. Und gerade für das Probleme-Lösen werden wir als Investoren bezahlt. Je mehr "Haare", desto mehr Rendite." ;-)

Ebenso gibt es den perfekten Zeitpunkt nicht. Keiner weiß, wie sich Preise entwickeln und was auf den Finanz- und Zinsmärkten passiert. Solange Du mit einer Investition nachhaltig Geld verdienst, kannst Du zuschlagen. Und zum Thema Wissen: Selbst die "alten Hasen" im professionellen Immobiliengeschäft lernen täglich dazu. Akzeptiere also, dass Du hier und da Wissenslücken hast. Die füllen sich beim Umsetzen von ganz alleine...

 
Perfektion führt zum Stillstand.

Weißheit

 

3. Akzeptiere, dass es OK ist, die Marktentwicklung nicht vorhersehen zu können

Ich kenne das selbst: viel zu viel nachzudenken, ob man jetzt geraden kaufen, verkaufen oder warten. Genau wie mit Aktien. Und hinterher ist man immer schlauer..."Hätte ich doch mal...". Um gar nicht erst in diese Situation zu kommen: Einfach machen und anfangen. Wie bereits gesagt: DEN richtigen Zeitpunkt gibt es nicht.

Am Ende nutzt man das Warten auf die richtige Marktentwicklung nur als Ausrede, um gar nicht erst anzufangen. Heute sagen viele: "Hätte ich doch mal vor 5 Jahren eine Immobilie gekauft, die wäre heute 50% mehr Wert." Das stimmt. Aber weißt Du, ob es in den nächsten Jahren nicht wieder genauso ist? Und dann stehst Du wieder da und denkst das gleiche.

Wichtig ist, dass die Immobilie sofort oder möglichst bald nach Kauf einen positiven Cashflow abwirft. Und zwar nachhaltig. Das heißt, auch wenn sie in einiger Zeit neu vermieten würdest, wäre das noch der Fall. Wenn das so ist, kann Dir der Zeitpunkt egal sein. Denn auch im Crash müssen Leute mieten und wohnen. Gerade dann müssen sie sogar mieten, wenn viele ihr Eigenheim nicht mehr bezahlen können.

Kaufe ich eine Immobilie im Hoch und fällt der Markt, behalte ich sie einfach und vermiete sie mit Gewinn. Gehen die Marktpreise sogar noch höher, kann ich verkaufen und ebenfalls Gewinn machen. So oder so - es lohnt sich!

Gerade das ist der Vorteil von vermieteten Immobilien gegenüber anderen Investments.


4. Du KANNST die Sache mit dem unzureichenden Eigenkapital lösen

Das häufig größte Hemmnis, warum Menschen nicht mit Immobilien starten. Und ein berechtigtes. Vor allem einen ausreichenden Puffer für unvorhergesehene Ereignisse zu haben, ist sehr wichtig. Als Faustregel gilt: mindestens 6 Monatsmieten als Reserve haben, besser mehr. Außerdem möchten die Banken häufig, dass Du entweder die Kaufnebenkosten selbst zahlst (ca. 5-15% in Deutschland, je nach Bundesland und Makler) oder sie zumindest auf dem Konto hast als Sicherheit. Insofern müssen es schon ein paar tausend sein, die Du zumindest verfügbar hast.

Also es hilft nichts: Wer investieren will, MUSS sparen. Wenn Du es nicht schon tust, fang' heute damit an. Lege am Anfang des Monats mindestens 10%, besser 20-30% Deiner Einnahmen zur Seite, zum Beispiel per Dauerauftrag aufs Tagesgeldkonto. Und dort darfst du NUR dran, um Dein nächstes Investment zu tätigen. Das erfordert zunächst etwas Disziplin, aber Du wirst sehen, nach und nach kommt da ein gutes Sümmchen zusammen, mit dem irgendwann startklar bist!

Übrigens: In diesem Artikel findest Du auch Tipps, wie Du ganz ohne Eigenkapital loslegen kannst.


5. Unterschätze niemals die Wichtigkeit von Beziehungen

Am Ende ist es Dein Netzwerk aus Kontakten, das Dir die guten Deals zukommen lässt. Auf Immoscout mit zig tausend anderen zu konkurrieren, treibt die Preise extrem hoch. Aber einen guten Deal von einem Makler Deines Vertrauens oder von Deinem Banker zu bekommen ist goldwert!

Deswegen: Überlege immer, was das Interesse Deines Gegenübers ist.


Und dann GIB ERST, bevor Du nimmst. Lade einfach mal jemanden zum Essen ein, um die nächsten Schritte zu besprechen. Biete die volle Provision an, selbst wenn Du den Preis nach unten verhandelst (Profi-Tipp: inverse Provision - auf den reduzierten Kaufpreisbetrag erhält der Makler eine zusätzliche Provision). Stelle in Aussicht, dass Du viele weitere Deals mit ihnen machen möchtest. Empfiehl Deine Kontakte weiter und beschaffe ihnen weitere Aufträge...und es gibt viele weitere Ideen!

Wenn Deine Kontakte merken, dass Du professionell bist, das Ausbalancieren der Interessen verstehst und nicht nur egoistisch handelst, arbeiten sie gerne mit Dir und kommen wieder. Ich kenne auch Fälle, wo selbst Makler mit bestimmten Interessenten nicht mehr gerne zusammen arbeiten, weil sie geizig und anstrengend sind. Die Angebote gehen an andere - obwohl es ihnen egal sein könnte, von wem sie die Provision erhalten!

 

6. Sei nicht ängstlich - so eine riesen Sache ist es nicht!

Viele Menschen starten gar nicht erst, da sie zu ängstlich sind und nur die Risiken und Probleme sehen. Häufig fehlt ihnen auch ein starkes WARUM dahinter. Auf der einen Seite ist es extrem wichtig, die Risiken zu kennen und abzufedern. Andererseits muss man auch sehen, was einem finanziell entgeht, wenn man nicht handelt. Das sind die so genannten Opportunitätskosten - ein Begriff aus der Ökonomie. Wir sind der Meinung: Es ist ein viel größeres Risiko, nichts zu tun!

Alles, was man nicht weiß, kann man heutzutage im Internet nachlesen. Wenn Du also mit Deiner Immobilie auf ein Problem stößt, findest Du die Lösung dort. Starte klein, übe, probiere es mit einer kleinen Wohnung aus. Und Du wirst sehen: es ist kein Hexenwerk und auch als Neuling findest Du Dich schnell zurecht.

 
Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

Götz Werner (dm-Gründer)

 

7. Denke nicht, Du bist ein Investor, wenn Du eigentlich ein Theoretiker bist

Es gibt sehr viele Menschen, die sich theoretisch bestens auskennen. Sie kennen alle Begriffe und Abkürzungen rund ums Immobilien-Business, rechnen Immobilienrendite rauf und runter und kenne alle Fachmeinungen aus Zeitschriften.

Aber sie selbst besitzen keine einzige Immobilie.

Denk dran: Du verdienst erst Geld, wenn Du selbst loslegst. Also nur in Foren kommentieren und Robert Kiyosaki zitieren reicht nicht. Pack es an!





Fazit

Investieren in Immobilien ist keine Wissenschaft! Das wichtigste ist und bleibt, einfach loszulegen und zu MACHEN. Solange Du nur überlegst und analysierst, kommt nichts dabei für Dich rum. Und was Du willst, ist nunmal Geld verdienen mit Immobilien! Informiere Dich, lies Bücher und besuch Kurse. Spare Geld an - auch wenn es lange dauert. Fang heute noch damit an. Etwas kann jeder zur Seite legen.

Kenne die Risiken und beuge vor. Habe immer auch einen Plan B für eine Immobilie, falls Plan A nicht funktioniert. Suche Dir ein kleines Objekt und lege los. Und Du wirst sehen: es ist gar nicht so schwer, wie Du jetzt vielleicht noch denkst - und es macht SPASS!

9 Comments

  1. Yvonne Kuefer sagt:

    Vielen Dank für die Tipps. Ich würde gerne eine Wohnung als Eigenkapital kaufen und diese dann vermieten. Hat wer Erfahrungen damit? Viele Grüße

  2. Jonas sagt:

    Guten Tag liebe Mitleser,
    vielen Dank für diese wertvollen Tipps. Bevor man ein Projekt startet, sollte man sich ausgiebig darüber informieren, um keine typischen Fehler zu machen. Daher kommen Ihre Ratschläge wie gerufen. Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, mir eine Immobilie anzulegen und diese anschließend zu vermieten.

    Viele Grüße
    Jonas

  3. Maximilian sagt:

    Ja kann vor allem dir bei 1) zustimmen. Man neigt halt gerne die Leute in seinem näheren Umfeld zu fragen, die aber oftmals keinen blassen Schimmer vom Immobilien kaufen & verkaufen haben. Viele müssen da einfach aktiveres Networking betreiben (Messen, Events, Stammtisch), um so bspw. Makler auf einer persönlichen & freundschaftlichen Ebene kennenzulernen. So kommt man meiner Meinung nach an bessere Tips als in einer reinen Geschäftsbeziehung.

  4. Björn sagt:

    Ein wunderbarer Artikel. Mal wieder.

    Ich erkenne mich und mein früheres ich in einigen Punkten sehr gut wieder. Auch ich wollte am Anfang gerne das „perfekte“ Investment und den „perfekten“ Standort finden. Aber wie ihr schon sagt: Perfektion führt zu Stilstand.

    Jetzt habe ich mich für einen Standort entschieden und bin auf der Suche nach passenden Immobilien. Mal sehen, wie lange das dauert.

    Ich bin der Meinung, wenn man wirklich in Immobilien investieren will, dann findet man auch einen Weg. Wichtig ist immer, dass man einen guten Liquiditäspuffer hat und sich gut über sein Investment informiert hat.

    • Julian Julian sagt:

      Hallo Björn, sehr richtig. Dazu fällt mir ein Zitat ein: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. In diesem Sinne hilft wirklich „Einfach machen“.

      Viele Erfolg bei Deinen Investments 🙂

  5. Frank sagt:

    Hallo und danke für den tollen Artikel.
    Mein Mann und ich überlegen uns eine Immobilie zu kaufen.
    Mein Onkel hat mehrere Immobilien und verdient dadurch sehr viel Geld.
    VG Frank

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